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PRESSEMITTEILUNG II Stream Digital Insurance Hub

10.07.2018

PRESSEMITTEILUNG - II Stream Digital Insurance Hub

35 % DER VERSICHERUNGSUNTERNEHMEN STARTETEN EIN PROJEKT IM BEREICH BIG DATA & ANALYTICS.

35 % DER VERSICHERUNGSUNTERNEHMEN STARTETEN EIN PROJEKT IM BEREICH BIG DATA & ANALYTICS.

 

Die erfolgreiche Entwicklung innovativer Projekte ist eng mit der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Bereichen wie Business und Compliance verbunden. Zusätzlich werden weitere Experimente im Blockchain-Bereich eingeleitet.

Die Ergebnisse des zweiten Forschungsstroms „Big Data & Regulation“ des Digital Insurance Hub, der vom CeTIF in Zusammenarbeit mit dem CRIF und der RGI gefördert wurde, wurden veröffentlicht.

                                                                                             

Mailand, 10.07.2018.

 

Die italienischen Versicherungsunternehmen leiteten ein digitales Transformationsverfahren ein, das zu zahlreichen Entwicklungen in der Versicherungswertschöpfungskette führt. Einer der wichtigsten Investitionsbereiche ist die Umsetzung von Big Data und Analytics, die eine integrierte und effiziente Verwaltung der für Unternehmen verfügbaren Datenquellen ermöglichen. Datenmanagement führt jedoch dazu, dass Unternehmen Probleme bei der Einhaltung von Rechtsvorschriften wie der DSGVO bewältigen müssen. Es ist erforderlich, Lösungen zu finden, damit den Innovationsverfahren nichts im Wege steht. Versicherungsunternehmen halten es außerdem für nötig, Versuche zu besonders innovativen Technologien, wie der Blockchain, zu beurteilen und zu erstellen.

Auf diesen Grundlagen wurde während des zweiten Forschungsstroms des Digital Insurance Hub auf die folgenden Themen eingegangen: „Big Data & Regulation“, gefördert von dem CeTIF in Zusammenarbeit mit dem CRIF und der RGI. Daran waren 6 Versicherungsunternehmen aus Italien beteiligt (Arca Vita, Credemassicurazioni und Credemvita, Generali Italia, Helvetia, ITAS Mutua und Munich RE).

 

Die Projekte im Bereich Big Data & Analytics

Im Rahmen des Forschungsprogramms wurden strategische Pläne, Websites und Fachzeitschriftenbeiträge für die Umsetzung von Big-Data- und Analytics-Projekten von 36 in Italien tätigen Versicherungsunternehmen analysiert. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass 35 % der Versicherungsunternehmen an dieser Art von Projekten beteiligt sind. Vergleicht man diese Zahl mit dem Angebot von Policen in Kombination mit IoT-Geräten derselben Unternehmen, so stellt man fest, dass das Angebot von 58 % der Versicherungsunternehmen genau solche Produkte enthält. Es besteht folglich eine Kluft. Diese zeigt, dass einige Versicherungsunternehmen zwar über eine Datenquelle (z. B. IoT) verfügen, mit der sie zahlreiche Informationen über die Gewohnheiten ihrer Versicherten sammeln können, aber für die volle Nutzung sämtlicher Möglichkeiten ihrer Informationsbestände noch weitere Projekte in Gang setzen müssen. Ein weiteres wichtiges Ergebnis der Analyse ist die Tatsache, dass die meisten Versicherungsunternehmen nicht angaben, in einen Strukturplan für diese Art von Technologien investiert zu haben. Nur 11 % der analysierten Unternehmen äußerten sich zu den Projekten hinsichtlich ihrer Geschäftspläne. Die italienischen Versicherungsunternehmen verfolgen somit einen schrittweisen Innovationsansatz. Dazu greifen sie in bestimmte Bereiche der Versicherungswertschöpfungskette ein und arbeiten anschließend an der modularen Entwicklung weiterer Projekte.

 

Die Umsetzung der DSGVO

Das Datenmanagement ist die Grundlage für die Entwicklung innovativer Projekte. Gerade aus diesem Grund sind aufgrund der Einführung solcher Initiativen weitere Bemühungen für die Umsetzung der europäischen Datenschutz-Grundverordnung seitens der Versicherungsunternehmen erforderlich. Die Versicherungsunternehmen verfolgten bei der Umsetzung der Rechtsvorschriften unterschiedliche Ansätze: Eine Studie des CeTIF im Jahr 2017 an einer Gruppe von zehn Institutionen zeigte, dass die Hälfte von ihnen die erforderlichen Verfahren zur Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben bereits innerhalb der gesetzten Frist eingeleitet hatte, während die andere Hälfte der Stichprobe angab, zwar Maßnahmen geplant, aber das rechtliche Anpassungsverfahren noch nicht begonnen zu haben. Ferner ging aus der Analyse hervor, dass die Institutionen mit den wirksamsten Umsetzungsverfahren auch diejenigen sind, die bei der Implementierung innovativer Projekte eine stärkere Beteiligung der Compliance-Funktion vorsehen, und dies nicht nur in der Endphase, sondern auch bei der Produktentwicklung. Daraus ergibt sich, dass Versicherungsunternehmen die Einführung technologischer Innovationen zur Weiterentwicklung ihrer Geschäfts- und Betriebsmodelle mit der Einhaltung immer komplexerer Rechtsrahmen kombinieren können. Dazu müssen sie flexiblere Werkzeuge einsetzen, die auf funktionsübergreifenden Teams basieren und eine höhere Effektivität der Entwicklungsverfahren garantieren.

 

Blockchain und Anwendungen für Versicherungsunternehmen

Während der Gesprächsrunden des Forschungsstroms wurden auch Technologien analysiert, die eine Neuheit im Versicherungsbereich darstellen, wie es bei der Blockchain der Fall ist. Diese Technologie traf auf große Resonanz im Zusammenhang mit Finanzdienstleistungen, da sie der Basis des Kryptowährung zugrunde liegt. Durch die Nutzung von verteilten öffentlichen Registern, versuchen sich einige Unternehmen in der Verwendung privater Blockchains. Dieser Typ kann eine Eigenschaft haben. Daher können Regeln für den Zugriff und für die Sichtbarkeit der darin enthaltenen Informationen festgelegt werden. Unter den Hauptanwendungen im Versicherungsbereich wurden folgende Bereiche ermittelt:

 

  • Betrugsbekämpfung: ein einziges, von den Versicherungsunternehmen gemeinsam genutztes Register würde mehr Kontrollen der gemeldeten Schäden ermöglichen;
  • Eröffnung von Schadensverfahren: dank intelligenter Verträge (Verträge, deren Wirkung automatisch bei bestimmten Bedingungen aktiviert wird) kann der Schaden eines Schadenfalls liquidiert werden, ohne dass der Versicherte diesen melden muss;
  • Gesundheitsfürsorge: jede Person kann eine Patientenakte auf der Blockchain erstellen und festlegen, wer darauf Zugriff hat. So hätten Versicherungsunternehmen eine klarere Vorstellung von dem Kunden, den sie versichern;
  • Rückversicherung: Bei Deckung bestimmter Ereignissen wie Katastrophenfälle könnte der Rückversicherer das Kapital zur Deckung des Schadens zum Zeitpunkt des Eintritts bereitstellen. Somit würde die Kommunikation zwischen den Versicherungsunternehmen entfallen und das Verfahren könnte schneller abgewickelt werden.

 

 

 

Das CeTIF, das Zentrum für Forschung in Technologien, Innovation und Finanzdienstleistungen (CeTIF), ist seit 1990 in der Durchführung von Studien und der Förderung von Forschungen zur Dynamik von strategischen und organisatorischen Veränderungen in den Bereichen Finanzen, Banken und Versicherungen tätig. Jedes Jahr setzt das CeTIF über 15 Competence Centres und Observatories in Gang, an denen sich die 10.000 Fachleute des CeTIF-Netzes beteiligen können, und organisiert mehr als 10 Workshops für Banken und Versicherungsunternehmen. Ziel dabei ist die Förderung des Erfahrungsaustauschs zwischen den Teilnehmern zu bestimmten Themen und zur Anwendung innovativer Praktiken. Hinzu kommen internationale Forschungsprojekte in Zusammenarbeit mit den wichtigsten Universitäten und Analyseunternehmen sowie Forschungstätigkeiten auf dem Markt. Zu seinen institutionellen Partnern gehören: Banca d‘talia, ISVAP, ABI, ANBP, ANIA und CONSOB. Das CeTIF ist auch Gründungsmitglied des FIT (Europäischer Verband der Forschungszentren für Finanzen und Informationstechnologie). www.cetif.it

 

Das CRIF ist ein führendes Unternehmen, das auf die Entwicklung und das Management von Kreditinformations-, Geschäftsinformations- und Entscheidungsunterstützungssystemen spezialisiert ist. Das 1988 in Bologna gegründete Unternehmen mit bedeutender internationaler Präsenz ist auf vier Kontinenten (Europa, Amerika, Afrika und Asien) tätig.

In Kontinentaleuropa ist CRIF führender Anbieter von Kreditinformationen für Bankinstitute und einer der wichtigsten internationalen Player im Bereich integrierte Dienste für Geschäfts- und Wirtschaftsinformationen sowie Kredit- und Marketingmanagement.

Heute nutzen täglich 6.300 Banken und Finanzinstitute, 44.000 Unternehmen sowie 240.000 Verbraucher in 50 Ländern direkt die Lösungen von CRIF.

Weiterführende Informationen: www.crif.com

 

RGI

RGI ist ein unabhängiger Softwareanbieter und europäischer Marktführer im Bereich des digitalen Wandels von Versicherungsunternehmen.

RGI ist seit 30 Jahren als fester Bezugspunkt für die Entwicklung und Umsetzung von Systemen für Versicherungsunternehmen, Bancassurance, Agenten, Broker, Vermögensberater usw. tätig. RGI verfügt über ein Team von 800 IT- und Versicherungsprofis an 12 Standorten in Italien, Irland, Frankreich, Deutschland, Tunesien und Luxemburg. Gemeinsam haben sie das Geschäft von 103 Versicherungsunternehmen und 300 Brokern der EMEA-Region digitalisiert. RGI verfolgt einen ausschließlichen Branchenfokus auf die Versicherungswirtschaft und spezialisiert sich auf die Entwicklung und Umsetzung von modularen Versicherungslösungen im Bestandsführungssystem für alle Vertriebskanäle und alle Sparten. www.rgigroup.com